Handchirurgie

Die Handchirurgie beschäftigt sich mit sämtlichen Erkrankungen und Verletzungen der Hand und des Handgelenkes. In unserer Praxis in Berlin-Tempelhof behandeln wir verschiedene handchirurgische Krankheitsbilder, über die Sie sich hier genauer informieren können:

Beim Karpaltunnelsyndrom liegt eine Schädigung des Nervus medianus im Handbereich vor. Als Karpaltunnel bezeichnet man den Raum zwischen den Handwurzelknochen und dem darüber liegendem Karpalband, durch den verschiedene Sehnen und der Medianus-Nerv verlaufen. Dieser Nerv ist die Steuerung bestimmter Hand- und Fingermuskeln verantwortlich sowie für die Empfindungsfähigkeit des Daumens, Zeige-, Mittel- und zum Teil auch Ringfingers zuständig.

Durch eine Schädigung kann es folglich zu Symptomen wie Kribbeln und Taubheitsgefühl im Bereich von Daumen bis Ringfinger kommen. In einem fortgeschrittenem Stadium der Erkrankung können auch Schmerzen beim Greifen und Muskelabbau auftreten.

Die Diagnose wird durch eine neurologische Messung gestellt. Eine Behandlung ist dann von Nöten, wenn die Beschwerden häufig oder langanhaltend auftreten. Bei leichten Symptomen kann eine nächtliche Handgelenksschiene oder entzündungshemmendes Kortison verordnet werden. Bessern sich die Symptome jedoch nicht, kommt eine handchirurgische Operation in Betracht. Diese führen bei uns in der Praxis in der Bahnhofstraße 50 in Berlin-Lichtenrade ambulant durch.

Bei der Dupuytren`schen Erkrankung handelt es sich um eine gutartige Bindegewebserkrankung der Hand. Dabei bildet das Bindegewebe Wucherungen aus, die die Sehen der Finger blockieren und so die Beweglichkeit der Finger zunehmend einschränken. Eine Einschränkung der Beweglichkeit äußert sich darin, das im Verlauf der Erkrankung die Finger nicht mehr ganz vollends gestreckt werden können und eine Beugung zur Handinnenfläche stattfindet. In der Regel verläuft diese Krankheit ohne Schmerzen und häufig sind der kleine Finger sowie der Ringfinger betroffen.

Morbus Dupuytren kann innerhalb von Monaten oder mehrerer Jahre voranschreiten, jedoch kommt es im Verlauf der Erkrankung zu einer zunehmenden Beeinträchtigung der Funktion und Leistungsfähigkeit der Hand, was zu einer erheblichen Beeinträchtigung alltäglicher Tätigkeiten führen kann.

Meistens ist dann eine Operation notwendig, wenn die Hand nicht mehr flach auf den Tisch gelegt werden kann. Während der Operation wird das krankhafte Bindegewebe möglichst vollständig entfernt, damit sich die Sehnen wieder frei bewegen können. Den operativen Eingriff führen wir unter Vollnarkose in unserer Partnerklinik, den Spreedocs im Ullsteinhaus, durch.

Was ist ein „springender Finger“?

Unter dieser Erkrankung versteht man den gestörten Gleitvorgang einer Fingerbeugesehne. Die Erkrankung ist meist auf Verschleiß, erbliche Veranlagung, belastende Tätigkeiten oder Verletzungen zurückzuführen. Die genauen Ursachen sind jedoch noch nicht ganz bekannt. Bei einem springenden oder schnellenden Finger kommt es zu einer Verdickung der Beugesehne der Hand. Die Sehnen der Hand laufen durch Ringbänder, die mit den Knochen verbunden sind. Während des Vorgangs des Beugens oder Streckens gleitet die Sehne unter dem Ringband hindurch. Kommt es zu einer Verdickung der Sehne vor dem Ringband, kann das Ringband nur mit erhöhtem Aufwand, jedoch „springend“ überwunden werden.

Wie kann ein „springender Finger“ behandelt werden?

Solange die Erkrankung noch nicht stark ausgeprägt ist, kann eine konservative Behandlung eingeleitet werden. Hierbei kommen vor allem abschwellende Maßnahmen und entzündungshemmende Medikamente sowie Kortisoninjektionen (im Ausnahmefall) zur Anwendung. Führt die konservative Behandlung auf lange Sicht nicht zum gewünschten Therapieerfolg oder ist die Verdickung stark ausgeprägt, bedarf es jedoch einen kleinen operativen Eingriff. Dabei wird in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) das verdicke Ringband durchtrennt. Diese Operation erfolgt in der Regel ambulant in unserer Praxis in Berlin-Tempelhof.

Sollten Sie Beschwerden haben, können Sie jederzeit gerne für ein persönliches Beratungsgespräch in unserer Praxis für Orthopädie und Unfallchirurgie in der Bahnhofstraße 50 in Berlin-Lichtenrade vorbeikommen. Sollte die Diagnose auf springenden Finger lauten, beraten wir gemeinsam welche Therapie für Sie die beste ist.

Was versteht man unter dem Begriff „Ganglion“?

Ein Ganglion oder Überbein bezeichnet eine mit Flüssigkeit gefüllte Ausbuchtung einer Gelenkkapsel oder einer Sehnenscheide. Ein Ganglion entsteht durch eine Schwachstelle im Bereich der Gelenkkapsel oder Sehnenscheide. Bei Anstrengung entsteht vermehrt Gelenkflüssigkeit und dies führt zu einer Ausbuchtung mit Zystenbildung. Die Schwellung kann sowohl kosmetische als auch bei Bewegungen störend sein. 

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Sollte es keine Beschwerden geben, ist eine Behandlung nicht zwingend notwendig. Sollten jedoch Beschwerden auftreten kann eine konservative oder operative Therapie angewendet werden. Zunächst sollte eine Überbelastung vermieden werden oder es kann aber das Tragen einer Handgelenkbandage in Kombination mit entzündungshemmenden Medikamenten verordnet werden.

Falls die herkömmliche Therapie nicht anschlagen, kann das Ganglion in einem operativen Eingriff entfernt werden. Hierzu ist manchmal ein MRT notwendig, um die genaue Lage des Ganglions darzustellen. Die Operation bietet gute Chancen ein Widerauftreten des Überbeins zu verhindern. Nach der Operation können die Finger bereits wieder bewegt werden. Ein Überbein kann auch am Fuß auftreten, die Therapieoptionen sind jedoch die selben.

Sollten Sie unter einem Überbein leiden oder in der Bewegung eingeschränkt sein, können Sie gerne einen Termin in unserer orthopädischen Praxis vereinbaren und wir schauen, welche Therapiemethode für Sie in Frage kommt.